Zeichen
und Wunder
Ich war der Mann, der alles gibt
Mal nah am Wahnsinn, mal nah am Genie
Ich war gebrannt, ich war verliebt
Mal ganz am Anfang, mal ganz nah am Ziel
Ich hab gewonnen, ich hab verlor`n
Das Herz gestorben und wiedergebor`n
Hab viel bekommen und doch gefror`n
Zum Kämpfer geboren und zum Looser erkor`n
Wo sind die Zeichen und Wunder
Von denen du sagst, dass es sie gibt?
Wo sind die Zeichen und Wunder
Wenn es so schmerzt, weil man liebt
Wo sind die Zeichen und Wunder
Wenn jedes Glück du verlierst?
Wo sind die Zeichen und Wunder
Wenn du deine Seele nicht spürst?
Ich war ein Held, ich war ein Schuft
Sie nahm mir den Atem und ich ihr die Luft
Ich brauchte Geld für meine Sucht
War süchtig nach Leben, doch zerbrach in der Gruft
Und was mir blieb nach all der Zeit
War Angst vor den Menschen, Trauer und Leid
Hab so geliebt und bin es leid
Immer zu kämpfen, ohne dass mir was bleibt
Wo sind die Zeichen und Wunder
Von denen ich weiß, sie sind da
Wo sind die Zeichen und Wunder
Warum nehm` ich sie nicht mehr wahr?
Wo sind die Zeichen und Wunder
Wenn man sie am nötigsten braucht?
Wo sind die Zeichen und Wunder
Wenn man sich am Boden glaubt
Freude und Leid sind Zwillinge
Sie kommen immer zusammen
Sie werden wohl niemals bewilligen
Dass einer allein bleibt für lange
Liebe und Glück sind wie Lotto
Man zahlt für den Traum vom Gewinn
Was allen bleibt, ist die Hoffnung
Auf ein Zeichen, auf ein Wunder, auf `nen Sinn
Wo
sind die Zeichen und Wunder
Wenn man in Selbstmitleid schwimmt?
Wo sind die Zeichen und Wunder
Wenn man den Berg nie erklimmt?
Es gescheh`n Zeichen und Wunder
Wenn man zum Glück niemand Anderen braucht
Es gescheh`n Zeichen und Wunder
Wenn man sich selbst vertraut
Und wenn man nur ganz fest dran glaubt
(c) 2011 Manfred Hilberger, www.hilberger.de
Veröffentlicht auf der Hilberger-CD "Zeichen und
Wunder" (2011)
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